„Denkt an die Gefangenen, als wäret ihr mitgefangen; denkt an die Misshandelten, denn auch ihr lebt noch in eurem irdischen Leib!“ Hebräer 13,3
Dieser Vers am Ende des Hebräerbriefs ist ein Teil des eindringlichen Aufrufs zur Liebe und Gastfreundschaft (V. 1-2), zum Mitfühlen und Handeln (V. 3), zu einem Lebensstiel, der die Ehe in Ehren hält (V. 4) und zur Genügsamkeit und Vertrauen (V. 5-6).
In dem Monatsspruch geht es höchstwahrscheinlich um Christen, die um ihres Glaubens oder seiner Ausübung willen im Gefängnis saßen. Manchmal waren die Gefangenen darauf angewiesen, von draußen mit Nahrung und anderem Notwendigen versorgt zu werden.
Wir werden herausgefordert Mitgefühl zu zeigen und uns mit denen zu identifizieren, die leiden in einer Welt, die oft von Egoismus, Angst und Entfremdung geprägt ist. Auf welcher Grundlage können wir so ein großzügiges Handeln praktizieren? Auf der Zusage Gottes: »Ich will dich nicht aufgeben und dich nicht verlassen« (V. 5)!
Lasst uns auch in diesem Sommer auf diese Zusage Gottes vertrauen, so dass wir als Mitfühlende die Leidenden großzügig unterstützen können und als Leidende sagen können: »Der Herr ist mein Helfer, ich will mich nicht fürchten. Was soll mir ein Mensch tun?« (V.6).
Alexander Epp